Die heilige Walburga
Walburga, ihres Zeichens Schutzpatronin der Bauern, der Wöchnerinnen und Augenleidenden als auch Heilerin von Seuchen und anderen Krankheiten erblickte um 710 das Licht dieser Welt. Sie ist auch unter den Namen Walpurgis, Waldburga, Walburg und Waldburg bekannt. Ebenso Namensgeberin von Walpurgisnacht, dem alten Ritus. Neben ihren Wanderungen durch Deutschland leitete sie ein bekanntes Kloster in Bayern und war schon damals in Deutschland als Heilige bekannt. Geboren wurde sie in Devonshire in einer Familie, die den Titel Heilige anscheinend gepachtet hatte. Ihr Vater war der heilige Richard und ihre beiden Brüder Willibald (um 700 - 787) und Wunibald (701 - 761) sind ebenfalls beide heilig gesprochen worden.
Ihr Vater starb bedauerlicher Weise bei einer Pilgerreise als sie 10 Jahre alt war. Vermutlich genoß sie ihre Ausbildung in dem Kloster namens Wimborne. Bonifatius rief etliche Jahre später Walburga in die germanische Mission. Entweder in Deutschland oder in England erhielt sie auch erhielt sie dann auch den Schleier als Ordensschester. Wunibald gründete schließlich um 751/752 ein Benediktinerkloster, dem er als Abt vorstand. Nach seinem Tod übernahm Walburga die Leitung des Klosters. Als Abtissin trugen sich, Berichten zufolge, 2 Wunder zu. In den schriftlichen Überlieferungen stößt man auf das Wunder, der Schlafraum besagten Klosters habe in einem Licht erstrahlt und zwar die ganze Nacht, obwohl der Türhüter Walburga ein Licht verweigert hatte. Weiterhin wurde die im Sterben liegende Tochter eines Bittstellers auf Walburgas Gebete hin wieder gesund.
Walburga starb am 25. Februar 779 in Heidenheim. Walburgas Reliquien hingegen bewirkten über die Jahrhunderte noch zahlreiche Heilungen und Genesungen bis sie schließlich nach der Aufhabung des Klosters 1542 verloren gingen. Ein weiteres Wunderwerk ist das Walbürgisöl, welches sich seit 1042 regelmäßig unter ihrem Reliquienschrein bildet, indem es durch silberne Rinnen in einer güldenen Schale gesammlt wird. Von den ansässigen Nonnen wird dieses dann in kleine Phiolen verpackt und hinaus in die Welt geschickt, an Notdürftige und weitere Bittsteller. Abertausende von Dankesschreiben zeugen davon, dass es noch heute Wunder bewirkt und uns die heilige Walburga noch immer nicht alleine gelassen hat.